So schmeckt der Schweizer Herbst
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Wenn Äpfel herzhaft gefüllt werden, Birnbrot auf dem Tisch liegt und Marroni die Hände wärmen, beginnt die gemütliche Seite des Herbstes. Entdecke Schweizer Genussideen und die Geschichten dahinter – mit einem Rezept aus „Tommi kocht“, das Du gleich ausprobieren kannst.
Äpfel dürfen auch herzhaft sein
Ein Apfel aus dem Ofen muss nicht immer ein süsses Dessert werden. Bei unseren Pommes Farcies bekommt er eine würzige Füllung: Tommi kombiniert Hackfleisch mit Schalotten, Petersilie und Sultaninen. Dazu serviert er Hörnli mit Appenzeller Käse. So treffen Frucht, Würze und eine kleine süsse Note auf einem Teller zusammen.
Das ist eine schöne Idee für einen Sonntag, an dem Du Lust aufs Kochen hast und anschliessend in Ruhe essen möchtest. Die Äpfel werden ausgehöhlt, gefüllt und im Ofen gegart; die genaue Zutatenliste und die einzelnen Schritte findest Du im vorhandenen Rezept.
Zum Nachkochen: Pommes Farcies – Gefüllte Äpfel aus Genf.
Und wenn Du Apfel lieber aufs Frühstücksbrot streichst, passt die Apfel-Zimt-Konfitüre von Ottiger zu einem gemütlichen Start in den Tag. Unser Vorschlag: dazu ein warmes Getränk und ein bisschen Zeit, bevor der Tag Fahrt aufnimmt.
Freiburger Herbst: Gemeinsam feiern und lange essen
Im Kanton Freiburg gehört die Kilbi, auf Französisch Bénichon, zu den grossen Genussfesten. Ihr Ursprung liegt in der Feier der Kirchweihe. Später verband sich das Fest mit dem Abschluss der Ernte und der Rückkehr der Herden von den Alpen. Bis heute stehen gemeinsames Essen, Familie und Dorfgemeinschaft im Mittelpunkt. Die Tradition hat je nach Ort unterschiedliche Ausprägungen. Hintergrund: Lebendige Traditionen.
Zum Festmenü können unter anderem Cuchaule, das Safranbrot, mit Kilbi-Senf, Kohlsuppe und geräucherter Schinken gehören. Einen süssen Abschluss bilden beispielsweise Meringues mit Greyerzer Doppelrahm. Quelle: Freiburger Tourismus.
Für Deine eigene kleine Herbsttafel brauchst Du kein mehrgängiges Festmahl. Lass Dich vom Gedanken inspirieren, gemeinsam zu essen und länger sitzen zu bleiben. Die grossen Meringues von Emmentaler Backwaren lassen sich beispielsweise mit Rahm und selbst gekochtem Birnenkompott anrichten. Das ist unsere herbstliche Dessertidee, angelehnt an den süssen Abschluss der Kilbi.
Marroni: Ein Stück Geschichte in der Papiertüte
Geröstete Marroni sind ein schöner Begleiter für einen kühlen Herbstspaziergang. Hinter der kleinen warmen Tüte steckt in der italienischen Schweiz eine lange Ernährungsgeschichte: Die Edelkastanie war dort über Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil der Nahrung.
Die Kastanienhaine heissen Selven. Auch das Trocknen der Früchte gehört zum überlieferten Wissen rund um die Kastanie. Viele frühe Marroniverkäufer, die ihre Kastanien in Schweizer Städten und darüber hinaus anboten, kamen aus dem Bleniotal und der Leventina. Quelle: Lebendige Traditionen.
Wenn Du im Herbst durch das Tessin reist, lohnt sich deshalb auch ein Blick auf diese Kulturlandschaft. Ein Kastanienhain erzählt vom Alltag früherer Generationen – und davon, wie eng Landschaft und Essen miteinander verbunden sind.
Birnbrot und eine Pause zum Teilen
Für den gemütlichen Teil des Tages darf es unkompliziert werden: Schneide Bündner Birnbrot von La Conditoria Sedrun in Scheiben und probiere es mit etwas Butter oder einem Stück Käse. Auch zu Tee oder Kaffee passt es gut.
Unser Vorschlag für einen kleinen Herbstnachmittag: Stell das Birnbrot auf ein Brett, such Dir Deine Lieblingstasse aus und teile die Pause mit jemandem. Vielleicht planst Du dabei schon das nächste Essen – gefüllte Äpfel aus dem Ofen, ein Dessert mit Birnen oder einfach noch eine Scheibe Birnbrot. So lässt sich ein Stück Schweizer Herbst auch zu Hause geniessen.