Augusta Raurica: Den Römern im Alltag begegnen

Augusta Raurica: Den Römern im Alltag begegnen

Wie wurde früher gekocht, geheizt und gemeinsam ein Schauspiel erlebt? In Augusta Raurica werden aus solchen Fragen kleine Entdeckungen. Theater, Römerhaus und Rheinthermen geben Dir Einblicke in eine vergangene Lebenswelt – in Augst im Kanton Basel-Landschaft und in Kaiseraugst im Aargau.

Ein Theater voller Vorstellungen Beginne Deinen Entdeckungsgang beim Theater im ehemaligen Stadtzentrum. Der Bau, dessen Überreste Du heute siehst, ist bereits der dritte an dieser Stelle. Er bot ungefähr 10 000 Menschen Platz. Das Theater wurde über lange Zeit freigelegt und restauriert; heute lässt sich die Anlage wieder begehen.

Schau Dir die Form der Zuschauerränge an und lass Deinen Blick zur Spielfläche wandern. Wie anders wirkt ein Schauspiel, wenn so viele Menschen gemeinsam zuschauen? Schon ohne Aufführung hilft der Raum dabei, sich diese Situation vorzustellen. Dabei lohnt sich auch ein Blick auf das Mauerwerk: Eine Ruine erzählt sowohl von ihrer ursprünglichen Nutzung als auch davon, wie sie bis heute erhalten wurde.

Quelle: Augusta Raurica: Das Theater.

Im Römerhaus hinter die Haustür schauen Das Römerhaus in Augst ist eine nach antiken Vorbildern rekonstruierte Villa, einer Stadtvilla in Pompeji nachempfunden. Es macht anschaulich, wie eine wohlhabende römische Familie wohnen konnte. Innenhof, Privatbad, Schlaf- und Arbeitsräume gehören zu diesem Bild.

Besonders spannend ist der Übergang vom Wohnen zum Arbeiten. In der Küche geht es um die Zubereitung von Mahlzeiten; zur Strasse hin sind unter anderem eine Metzgerei mit Räucherofen, eine Schmiede und eine Bronzegiesserei dargestellt. Einige Gebrauchsgegenstände darfst Du auch anfassen. Achte auf die Hinweise vor Ort und suche Dir ein Detail aus, das Du mit Deiner eigenen Küche oder einem heutigen Handwerksbetrieb vergleichen möchtest.

Quelle: Augusta Raurica: Das Römerhaus.

Warme Luft unter den Füssen In Kaiseraugst im Kanton Aargau führen die Rheinthermen zu einer weiteren Alltagsfrage: Wie bekam man einen Baderaum warm? Die Überreste zeigen eine römische Bodenheizung, einen sogenannten Hypokaust. Heisse Luft strömte zwischen den Pfeilern unter dem Boden und erwärmte die darüberliegenden Räume.

Auch Teile des Kaltbads und der warmen Baderäume sind erhalten. Die Thermen dienten nicht allein dem Baden: Hier wurde auch gespielt, diskutiert und massiert. Wenn Du die Anlage betrachtest, achte einmal darauf, welche Spuren vom Wasser und welche von der Heizung erzählen. So wird aus einzelnen Mauern das Bild eines Ortes, an dem Menschen Zeit miteinander verbrachten.

Quelle: Augusta Raurica: Die Rheinthermen.

Deinen Besuch gut planen Wähle für Deinen ersten Besuch lieber einige Stationen aus und nimm Dir Zeit zum Hinschauen. Für die Planung helfen der Geländeplan und die aktuellen Besuchshinweise auf der offiziellen Website.

Nach den am 12. Oktober 2026 geprüften Angaben gelten für Museum, Römerhaus und geschützte Monumente von März bis Oktober täglich 10 bis 17 Uhr, von November bis Februar dienstags bis sonntags 10 bis 15 Uhr. An einzelnen Feiertagen bleiben sie geschlossen. Das Freilichtgelände ist ganzjährig frei zugänglich.

Wichtig für einen Besuch Ende Oktober: Vom 26. bis 31. Oktober 2026 sind die Ausstellungsräume des Museums wegen eines Umbaus geschlossen. Das Römerhaus bleibt in dieser Zeit geöffnet und kann kostenlos besucht werden. Laut Römerhaus-Seite ist zudem derzeit das grosse Speisezimmer abgesperrt. Prüfe diese Hinweise kurz vor Deiner Anreise erneut.

Quelle: Augusta Raurica: Öffnungszeiten und Tickets; Hinweis zum Speisezimmer im Römerhaus.

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