Zeit für eine Guetzlipause: Drei Wernli-Klassiker entdecken
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Eine Tasse Kaffee oder Tee, ein kleiner Teller Guetzli und ein paar Minuten Zeit: Mehr braucht es manchmal nicht. Mit Willisauer Ringli, Nuss-Stängeli und der Chnusper-Mischung stehen bei Wernli drei unterschiedliche Schweizer Gebäckklassiker zur Wahl. Wir stellen sie Dir vor – samt einer Geschichte aus dem Luzerner Städtchen Willisau.
Magst Du es nussig, möchtest Du verschiedene Biscuits probieren oder lieber ein Guetzli langsam auf der Zunge zergehen lassen? Diese drei Packungen führen auf ganz unterschiedliche Weise durch eine Schweizer Guetzlipause. Dabei steckt hinter den vertrauten Gebäcken auch eine Veränderung, die Dir beim Blick ins Regal vielleicht aufgefallen ist.
Von HUG zu Wernli: vertraute Guetzli im anderen Kleid
Wer die Ringli, Nuss-Stängeli oder Chnusper-Mischung noch unter dem Namen HUG kennt, liegt richtig. Seit Herbst 2025 werden diese Produkte unter der Marke Wernli geführt. Laut Hersteller bleiben die bewährte Qualität und die Schweizer Backkunst dabei erhalten. Der andere Schriftzug auf der Verpackung bedeutet also nicht, dass diese Klassiker erst jetzt erfunden wurden.
Wernli selbst blickt ebenfalls auf eine lange Geschichte zurück: 1905 eröffnete Friedrich Johann Wernli mit seinen Söhnen eine Zuckerbäckerei in Trimbach. Aus diesen Anfängen entwickelte sich die Biscuitmarke, die heute zur HUG Familie gehört.
Willisauer Ringli: ein kleines Stück Luzerner Gebäckgeschichte
Die Wernli Willisauer Ringli fallen durch ihre runde Form und ihren besonders festen Biss auf. Honig und Zitrusnoten prägen ihren Geschmack. Sie sind eine traditionelle Spezialität aus Willisau im Kanton Luzern und gehören zum Inventar des Kulinarischen Erbes der Schweiz.
Ihre Geschichte führt ins 19. Jahrhundert zum Bäcker Heinrich Maurer. Nach der Überlieferung brachte seine Frau Martha Peyer ein Ringli-Rezept mit, das sie im Umfeld von Schloss Heidegg kennengelernt hatte. Maurer stellte die Ringli in Willisau her und machte sie dort bekannt. Aus dem Gebäck wurde mit der Zeit ein kulinarisches Wahrzeichen des Städtchens.
Zum Geniessen lohnt sich etwas Geduld: Zerbrich ein Ringli in kleine Stücke und lass sie langsam auf der Zunge zergehen. So empfiehlt es auch Willisau Tourismus. Die Ringli sind deutlich härter als viele andere Guetzli und laden gerade deshalb zu einer ruhigen Pause ein.
Wenn Du nach dieser kleinen Gebäckgeschichte weiterstöbern möchtest, findest Du auf unserer Kantonsseite Luzern weitere Entdeckungen aus der Region.
Nuss-Stängeli: geröstete Haselnüsse im Mittelpunkt
Bei den Wernli Nuss-Stängeli steht der Haselnussgeschmack im Vordergrund. Der Hersteller beschreibt sie als knuspriges Haselnussgebäck mit fein gerösteten Haselnüssen. Die längliche Form macht sie auf dem Guetzliteller leicht erkennbar.
Warum heissen sie auch «Totenbeinli»?
Nuss-Stängeli sind in der Schweiz auch unter dem traditionellen Namen «Totenbeinli» bekannt. Der ungewöhnliche Name erinnert an einen früheren Brauch: Solches Gebäck wurde nach Beerdigungen beim sogenannten Leichenschmaus zum Kaffee gereicht. Gemeint ist das gemeinsame Essen der Trauergäste. Heute gehören die knusprigen Nussguetzli längst auch zur ganz gewöhnlichen Kaffeepause.
Wenn Du gerne nussige Gebäcke magst, kannst Du mit dieser Sorte anfangen. Probiere ein Stück zunächst pur und danach zu Deinem Kaffee oder Tee. So kannst Du selbst entdecken, wie Dir die Röstnoten am besten gefallen. Es braucht dazu weder eine besondere Gelegenheit noch ein aufwendiges Dessert.
Chnusper-Mischung: Abwechslung aus einem Beutel
Die Wernli Chnusper-Mischung bringt vier Biscuitspezialitäten zusammen. Zur Mischung gehören traditionelle Gebäcke mit Haselnüssen, Mandeln und Schweizer Schokolade. Der Beutel enthält 230 Gramm.
Das passt besonders gut, wenn mehrere Personen am Tisch sitzen oder Du Dich nicht auf eine einzige Sorte festlegen möchtest. Richte eine kleine Auswahl auf einem Teller an und schau, welches Biscuit zuerst Dein Interesse weckt. Schon die unterschiedlichen Formen machen das Probieren abwechslungsreich.
Welche Packung passt zu Deiner Pause?
Die Unterschiede lassen sich leicht merken: Willisauer Ringli bringen eine regionale Geschichte und den besonderen Genuss in kleinen, langsam schmelzenden Stücken mit. Nuss-Stängeli setzen auf geröstete Haselnüsse. Die Chnusper-Mischung bietet mehrere Biscuitspezialitäten in einer Packung.
Du kannst eine einzelne Sorte zu Deinem Lieblingsgetränk geniessen oder die drei nebeneinanderstellen und gemeinsam probieren. Lass die Packungen dabei ruhig sichtbar: So können Deine Gäste nachlesen, was sie gerade entdecken. Die vollständigen Zutaten und Allergenhinweise findest Du auf der jeweiligen Verpackung.
Ob Du zuerst zum Ringli greifst oder ein Nuss-Stängeli auswählst: Eine Guetzlipause darf unkompliziert sein. Ein wenig Zeit und die Neugier auf vertraute Schweizer Gebäcke reichen dafür schon aus.
Quellen
Produkte und Markenwechsel: Wernli – Geschichte sowie die Herstellerseiten zu Willisauer Ringli, Nuss-Stängeli und Chnusper-Mischung. Regionale Geschichte: © Patrimoine culinaire suisse – Willisauer Ringli. Genussempfehlung: Willisau Tourismus. Zur Bezeichnung «Totenbeinli»: Migusto – Totenbeinli / Nussstängeli und Rita Höpli, BBZ Arenenberg, «Gedenktag für Verstorbene», Thurgauer Bauer, Nr. 43 vom 29. Oktober 2021, Seite 22. Shopprodukte und interne Verweise geprüft am 28. Oktober 2026.